Erfolgsgeschichte PornoSexfilme – Das Geschäft mit der Lust

Der Porno zählt zu den meist verkauften Genres seines Mediums. Dementsprechend hoch sind die Umsätze in der Sexfilm-Industrie. Das Angebot reicht von kommerziellen Sexfilmen bis hin zu kostenlosen Pornos mit Amateurdarstellern.

Das Interesse an Sexfilmen ist rasant mit den kostenlosen Angeboten im Internet gestiegen. Doch schon in der prähistorischen Zeit sind menschliche Darstellungen mit sexuellem Inhalt auf der ganzen Welt zu finden. Waren ihre Werke eher simpel, entwickelten sich erotische Bilder im Lauf der Zeit immer weiter. Parallel zum technischen Fortschritt gibt es entsprechende pornographische Darstellungen.

Als Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert den Buchdruck erfand, wurde nicht bloß die Bibel vervielfältigt. Zu den Bestsellern jener Zeit zählen erotische Werke, mit pornografischer Kupferstichdarstellung. Pornografie stand jedoch nur einer kleinen Bevölkerunggruppe zur Verfügung, bevor sie mit dem Aufkommen der Fotografie zur Massenware wurde. Der Produzent David Friedman fasste die Entwicklung der Pornografie einmal prägnant zusammen: „Fünf Minuten, nachdem 1827 die Photographie und 1894 der Film erfunden wurde, stand eine nackte Frau vor der Kamera.”

Kostenlose Pornos
Pornografie befriedigt das menschliche Bedürfnis nach Lust und Schaulust und wo menschliche Bedürfnisse bestehen, sind seit jeher gute Geschäfte zu machen. Das Zeitalter der Digitalisierung und die Möglichkeiten, die schnelle Downloads bieten, haben die Option eröffnet, heute jegliche Arten von Pornographie so oft und so einfach zu konsumieren, wie nie zuvor in der Geschichte.

Feras Antoon, der CEO der Internetporno-Plattform Brazzers, sagte dem New York Magazine, dass „das Gesamtuniversum der Pornokonsumenten immens vergrößert ist. Durch die kostenlosen Online-Pornos, schauen nun auch Menschen Sexfilme die dies vorher nicht taten. Laut einer Studie von Similarweb bestehen 12,5 Prozent aller Internetaufrufe aus Deutschland aus Zugriffen auf pornografische Seiten. Damit sind wir Spitzenreiter.

Sexfilme: Ein Einflussfaktor
Wie kaum ein anderes Genre ist die Pornografie mit der Entwicklungsgeschichte der Massenmedien verbunden. So spielen Sexfilme eine wichtige Rolle bei der Durchsetzung neuer Technologien. Zu großen Teilen ist es den Pornos zu verdanken, dass es Medien wie Video oder Internet in den Mainstream geschafft haben. Der starke Einfluss den die Sexfilme auf die Medien- und Technologiebranche ausüben, zeigt sich gut am Beispiel der Videokassette. Anfang der 80er Jahre rivalisierten Sonys Betamax-Technik und VHS um die Vormachtstellung eines allgemein gebräuchlichen Videosystems. Da sich die Pornofilmindustrie für ihren Vertrieb auf VHS einigte, setzte sich die altbekannte Videokassette durch.

Die Bundesrepublik ist der zweitgrößte Pornomarkt der Welt, nach den USA. Rund 1.000 deutsche Sexfilme erscheinen monatlich Hierzulande auf DVD. Der jährliche Umsatz wird auf etwa 800 Millionen Euro geschätzt.

Die Hauptstadt des Pornos
Die meisten Sexfilme werden im amerikanischen San Fernando Valley westlich von Los Angelos gedreht. Hier gibt es über 200 Studios, von denen jedes einzelne im Schnitt einen Sexfilm pro Woche produziert. Das macht mehr als 10.000 Pornofilme pro Jahr. 90 Prozent aller kommerziellen Sexfilme kommen aus diesem kleinen kalifornischen Tal.

Mittlerweile übersteigt der Umsatz der Pornoindustrie sogar den der Musikindustrie. Weltweit werden jährlich rund 70 Milliarden Dollar mit Pornografie verdient, bis zum Jahr 2030 sollen die Umsatzzahlen sogar noch auf 340 Milliarden steigen.

Kostenlose Pornos im Internet
Geld lässt sich jedoch nicht nur mit Pornos auf DVD verdienen. Mit Aufkommen des Internets haben sich neue Märkte und Konsumenten erschlossen. 43 Prozent aller Internet-User geben an, sich schon einmal Sexfilme angesehen zu haben. 12 Prozent aller Webseiten, acht Prozent aller E-Mails und 35 Prozent aller Downloads sind pornografischer Natur. 25 Prozent aller Suchmaschinenanfragen sind auf Sex und Pornografie bezogen.

XVideos ist die beliebteste Pornoseite
Nummer eins im Netz ist der Anbieter XVideos mit rund 640 Millionen Besuchern monatlich. Das Portal bietet überwiegend kostenlose Amateur Sexfilme an. Zehn Minuten bleibt der User im Schnitt auf dieser Seite. Unter allen weltweit angebotenen Internetseiten nimmt XVideos Platz 19 ein. Durch das Internet ist vermutlich der vorläufige Höhepunkt erreicht, da dem Konsumenten so der Gang in die Videothek erspart bleibt. Denn es wird sich auch in absehbarer Zeit nicht so schnell etwas daran ändern, dass kaum einer sein Interesse an erotischem Bildmaterial offen zugeben mag.

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